Akupunktur - Sanfte Heilung

Die Akupunktur ist ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin und wird in China seit über 3.000 Jahren mit Erfolg bei zahlreichen Erkrankungen angewendet. Die zunächst zögerliche Ausbreitung der Akupunktur im Westen beruhte darauf, dass die damit erzielten Heilerfolge bisher nur durch die Erfahrung der behandelnden Ärzte und nicht nach westlich-wissenschaftlichen Maßnahmen nachgewiesen wurden.

Wie wirkt die Akupunktur?

Nach der chinesischen Vorstellung wird der Körper von Leitbahnen, sogenannten Meridianen durchzogen, in denen die Lebensenergie »Qi« zirkuliert. Hier erfolgt der Ausgleich zwischen den polaren Kräften »Yin« und »Yang«. Diese zirkulierende Lebensenergie auf den Meridianen kann durch das Stechen der Nadeln beeinflusst werden.

Moderne westliche Untersuchungen gehen davon aus, dass an den verschiedenen Akupunkturpunkten kleine Nervenendigungen liegen, welche mit Gehirn und Rückenmark verbunden sind. Diese können durch die gesetzten Nadeln stimuliert werden.

Welche Krankheiten können behandelt werden?

Die Akupunktur wird in erster Linie als Schmerztherapie bei chronischen Schmerzzuständen im Bereich des Skelettsystems eingesetzt. Hier sind besonders Wirbelsäulenbeschwerden, Hüft- und Kniegelenkschmerzen sowie Schulter- und Ellenbogenbeschwerden zu nennen.

Gute Erfolge erzielt die Akupunktur auch bei Kopfschmerzen wie Migräne und Spannungskopfschmerzen. Bei vielen anderen Krankheitsbildern wie Schwindel, Tinnitus, Heuschnupfen oder auch bei der Suchtbehandlung wird die Akupunktur ebenfalls eingesetzt.

Wie wird die Akupunkturbehandlung durchgeführt?

Die Stimulierung der Akupunkturpunkte erfolgt durch das Setzen von sehr feinen und biegsamen Akupunkturnadeln. Beim Einstechen der Nadeln kann es zu einem sogenannten »De-Qi«-Gefühl kommen, welches als Ziehen oder Wärmeempfindung beschrieben wird. Pro Behandlung werden ungefähr fünf bis fünfzehn Nadeln verwendet. Die Wahl der Einstichpunkte richtet sich nach der Art der Krankheit, der Krankheitsaktivität und der Konstitution des Patienten.

Treten Nebenwirkungen auf?

Der Einsatz der Akupunkturnadeln ist weitgehend schmerzarm. Sehr selten kann es zu lokalen Hautreizungen oder einem kleinen Bluterguss kommen. Da die Wirkung der Akupunktur auf der Regulierung körpereigener Funktionen beruht, ist die Gefahr von Nebenwirkungen, wie sie bei Medikamenten auftreten, nicht gegeben.

Kosten der Akupunkturbehandlung

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen einmal jährlich die Kosten für eine Behandlungsserie bei chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule und bei Kniearthrose. Weitere Therapiesitzungen oder Behandlungen bei anderen Erkrankungen können als privatärztliche Behandlungen durchgeführt werden.

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